Wie bringe ich meinem Kind das Eislaufen bei?

eislaufen-lernenEislaufen macht Spaß. Die schnell, gleitende Fortbewegung auf dem glatten Eis sieht elegant aus und ist trotz aller Nähe der Bewegungen zum Tanzen nicht nur bei Mädchen beliebt.

Eisschnellläufer/-innen und Eistänzer/-innen gehören zu den modernen Märchenprinzen und -prinzessinnen, und kaum eine Schule verzichtet in der kalten Jahreszeit auf den Klassenausflug zur Eissporthalle. Aber wie bringt man einem Kind nun das Eislaufen bei?

Voraussetzungen für das Eislaufen

Generell gilt, dass Kinder besser lernen als Erwachsene, und je jünger sie sind, desto einfacher lernen sie neue Dinge.

Das ist generell richtig, aber gerade bei sportlichen Tätigkeiten muss auch die natürliche motorische Entwicklung der Kinder bedacht werden.

Voraussetzung für das Eislaufen ist natürlich, dass Kinder sicher laufen und rennen können. Außerdem brauchen Kinder eine gute Balance zum Laufen auf dem Eis, müssen die Bewegungen ihres Körpers und ihre Geschwindigkeit gut einschätzen können.

Ab einem Alter von drei bis vier Jahren können die meisten Kinder das schon ganz gut. In diesem Alter haben Kinder ihre Balance bereits mit dem Laufrad, dem Roller der Schaukel und diversen anderen Spielgeräten erkundet und erste Erfahrungen mit Geschwindigkeit gesammelt.

Sie können ihre Füße koordiniert bewegen und langsam ach Bewegungen bewusst umsetzen. Daher beginnen Eislaufkurse für Kinder ab etwa vier Jahren.

Allerdings ist das wirklich eher für sportliche Kinder empfehlenswert, denn besonders am Anfang ist Eislaufen wirklich anstrengend, und das wiederholte Fallen und Aufstehen in Verbindung mit den nicht alltäglichen Bewegungsabläufen führt schnell zu Schmerzen in den Beinen.

Kurs oder Eltern, was ist besser?

Es gibt nicht wirklich ein besser oder schlechter. Wenn Du Dich selbst halbwegs sicher auf dem Eis bewegst, nimm Dein Kind doch einfach mal mit.

Zu Zweit einfach ausprobieren ist immer noch die beste Methode, um Spaß am gemeinsamen Eislaufen zu entwickeln.

Dabei musst Du gar nicht auf spezielle Tricks und Tipps achten: Kinder lernen am besten durch Ausprobieren und wenn sie Spaß an einer Sache haben. Ohne Leistungsdruck, einfach so aus dem Spiel heraus und mit dem Ziel, die gemeinsame Zeit zu genießen, bringst Du Deinem Kind die ersten Schritte auf dem Eis sicher bei.

Etwas anderes als einfach nur Ausprobieren passiert in einem Eislaufkurs für die ganz Kleinen am Anfang auch nicht. Natürlich solltest Du Dein Kind bei Bedarf etwas stützen, bis es sich selbst auf den Beinen halten kann.

Wenn Dir der Rücken vom Bücken zu sehr schmerzt und Du Dich nicht so lange herunterbeugen kannst oder willst, darfst Du auch eine der Schiebefiguren auf Kufen ausleihen, die es bei den meisten Eishallen gibt.

Diese Figuren helfen Deinem Kind, von Anfang an eine gute Haltung und die nötige Balance zu entwickeln, solange die Figur von der Größe her passt. Nicht empfehlenswert sind Gleitschuhe oder Schuhe mit zwei Kufen. Die schonen zwar den Knöchel und machen das Balancieren einfacher, sind aber beim Lernen eher hinderlich.

Vorteile einer Eislaufschule

Gegenüber dem freien Laufen mit den Eltern und einzelnen Kursen hat die Mitgliedschaft in einer Eislaufschule einige Vorteile.

Dein Kind lernt hier über einen längeren Zeitraum und aufeinander aufbauend verschiedene Fähigkeiten auf dem Eis, kann sich mit Gleichaltrigen zusammentun und bekommt insgesamt bei Interesse mehr vermittelt, als Du vermutlich kannst. Die Eislaufschule ist dann eine gute Idee, wenn Du selbst irgendwann an Deine Grenzen stößt und Dein Kind in dem Sport wirklich aufgeht.

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